Tatsächlich gibt es doch noch das eine oder andere Teilchen, was ich in den letzten 5 Monaten zusammengepfriemelt habe und wovon ich euch bisher die Bilder vorenthalten habe. Damit ist jetzt SCHLUSS!
Zuerst einmal eine wirklich tolle Tasche aus einem Kleider-/Seesack aus dem 1. (in Worten: ERSTEN) Weltkrieg. Der Sack gehörte Hauptmann Drens und ich hatte das große Glück, ihn vernähen zu dürfen:

Natürlich hatte der Seesack sehr deutliche Gebrauchsspuren wie Flecke, die auch nach dreimaligem Waschen u.a. mit so ’nem Oxy-Zeug, nicht weichen wollten. Und kleine Löcher, die ich geflickt habe und damit dem Stoff seinen unverwechselbaren Charme gab. Der Tragegurt ist aus Leder und war mal der ca. 2,50m lange Gurt eines sehr alten Überseekoffers. Die vordere Einstecktasche ist ebenfalls Leder und zierte mal das Kopfteil eines Bettes. Die weiteren Lederstücke sind Fettlederreste an denen ich einen alten Zangenhaken geflochten habe. Die Tasche ist inzwischen adoptiert.
Roland hat mir bei meiner Badrenovierung geholfen. Als Dankeschön gab es für das süße Carne Corso Mädchen „Alma“ ein Halsband in schwarz und türkis:

Weil das Almettchen noch so jung ist (hier auf den Fotos etwa 9 Monate), habe ich den Lochbereich extra länger gelassen. Zum Reinwachsen quasi. Die Schnalle ist mit Leder unterlegt, der türkise Teil ist die oberste Schicht eines Kunstledergürtels und die Applikationen sind Nieten, Conchos, ein Element aus einem Metallgürtel und ein Stern aus Leder. Das Halsband ist 5 cm breit.
Almas „Bruder“, der dreijährige Labrador Ackermann, liebt – laut Aussage seines Frauchens Sabine – Blumen und Schmetterlinge. Schwant euch etwas?? Riiichtiiich… Seht selbst:

Das Halsband ist – wie immer bei mir – Leder; der Schnallenbereich wie bei Almas Band mit Leder unterlegt. Die Schmetterling sind Schiebeperlen, die auf ein kleines Stück Leder aufgeschoben sind und die genialen (Kunstleder) Blumen sind von einem Hippie-Gürtel.
Zwei weitere Halsbänder sind für Evas Gulliver und für Ralphs Ecki entstanden:

Das schwarz/rote Band ist für Gulliver. Wenn die Auftraggeber nicht so richtig wissen, wie das Band aussehen soll, frage ich ja immer nach dem Charakter des Hundes und auch nach den Hobbys oder Vorlieben der Halter und versuche das Halsband dann passend für das Team zu machen. Bei Eva und Gulliver war das diesmal echt schwer. Eigentlich sollte das Halsband nur rot werden. Dann sagte aber Eva, ihre Farben sind ja rot und schwarz. Bäm – also noch schwarz als Kontrast drauf. Sie steht auch auf Totenköpfe, aber: Das paßt so gar nicht zum süßen Gulliver. Und das wollte sie dann auch nicht. Schlußendlich habe ich mich entschieden, eine (nur eine) kleine Herzniete (statt der Rose, die ihr noch auf den Fotos steht) auf das Band zu bringen und da Eva einen metallverarbeitenden Betrieb hat, aber ich das restliche Halsband mit Unterlegscheiben, Muttern u.a. aus dem geheimen Fundus meines Vermieters geschmückt. Bei Ecki war alles klar: Rotes Leder. Totenköpfe satt.
Ich brauch jetzt erst einmal ’ne Tippause oder Tipppause (neue Rechtschreibung?)? Na ihr versteht mich schon…..